Wolfgang Hollegha (1929–2023) ist Meister der präzisen Verdichtung und Reduktion. Das macht ihn in einer Zeit, in der visuelle Reize allgegenwärtig sind, höchst aktuell. In der Anschauung der Natur beginnt für den Maler der Dialog zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion: „Wenn ich das Sichtbare als Ausgangspunkt nicht hätte, wäre das, was ich mache, ein rein willkürliches Geschmiere. Ich brauche das Sichtbare als Ausgangspunkt, um es zu verändern.“ Diese Haltung ist der Grundstein seines Schaffens.
Im mre feiert Hollegha seine große Deutschlandpremiere. Er zählt zu den bedeutendsten Malern Österreichs nach 1945. Bereits um 1960 feierte er große Erfolge in New York. Clement Greenberg, einer der einflussreichsten US-amerikanischen Kunstkritiker, sah Hollegha auf Augenhöhe mit den Protagonist:innen des Abstrakten Expressionismus. Er stellte in den USA an der Seite von Maler:innen wie Helen Frankenthaler, Morris Louis oder Kenneth Noland aus. Die Sammlung Reinhard Ernst ermöglicht eine berührende Wiederbegegnung mit seinen historischen Weggefährt:innen.
Trotz dieser internationalen Anerkennung entschied sich Hollegha bewusst gegen eine Karriere in den Kunstmetropolen und zog sich 1962 auf einen Bauernhof am Rechberg nördlich von Graz zurück. In dieser Abgeschiedenheit entwickelte er über sechs Jahrzehnte ein farbenprächtiges, oft monumentales Werk.
Diese Ausstellung war ein großer Wunsch von Wolfgang Hollegha. An der Planung für den Auftakt in der Neuen Galerie Graz hat er bis zuletzt mitgewirkt. Das mre freut sich, sein Werk in diesem Umfang erstmals in Deutschland zu zeigen.
Eine Ausstellung des Museums Reinhard Ernst, Wiesbaden mit der Neuen Galerie Graz/Universalmuseum Joanneum.
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25. März, 20. Mai, 7. Oktober 2026, 18 Uhr
Führung mit der Kuratorin Lea Schäfer
Dauer: 60 Minuten, Preis: 15 € pro Person
zzgl. Eintrittspreis.
mre mutiger Mittwoch
Schauen, staunen, erleben: Achtsamkeit steht
im Mittelpunkt unseres monatlichen Impulsabends
während der Ausstellung.
Filmreihe Denk nicht, schau!
Tauchen Sie ein in die Themenwelten Wolfgang Holleghas.
Di. 7.4., 20 Uhr: Die Halbzarte (AU 1958/59, RE: Rolf Thiele)
Di. 12.5., 20 Uhr: 1. April 2000 (AU 1952, RE: Wolfgang Liebeneiner)
Di. 2.6., 20 Uhr: New York Stories (US 1989, RE: Woody Allen/Francis Ford Coppola/Martin Scorsese)
Weitere Filmtermine folgen hier in Kürze sowie auf Aktuelles Programm | Caligari FilmBühne.
Win-Win! Bei Vorlage des Kinotickets an der Museumskasse und Ausleihe eines Mediaguides erhalten Sie den ermäßigten Eintritt im jeweiligen Monat der Filmprojektion – bei Vorlage des Museumstickets an der Kinokasse erhalten Sie den ermäßigten Eintritt auf die Kooperationsfilmvorstellung.
Herzlichen Dank an unsere Kooperationspartner!

4. März 2026, 19 Uhr
Räume der Zuversicht − Community Building
als Schlüssel der Post-Tsunami-Architektur,
Vortrag von Ulf Meyer, anschl. Gespräch mit
Reinhard Ernst, Moderation Eva Authried.
11. April 2026, 19–24 Uhr
Kurze Nacht der Galerien und Museen in
Wiesbaden, Eintritt frei.
17. Mai 2026, 12-18 Uhr
Internationaler Museumstag am mre! Mit kostenfreien Kurzführungen für Familien durch die Sonderausstellung und unseren mre walk-ins durch das Foyer für alle Gäste. Highlight: Künstlergespräch mit Michael Anthony Müller anlässlich seiner neuen Auftragsarbeit für das mre.
6. Juni 2026, 13 Uhr
Pop-up-Auftritt der Grazer Kapellknaben im
mre, im Eintrittspreis enthalten.
28. Juni, ab 15 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung mit Daniel Hollegha, Sohn des Malers Wolfgang Hollegha. Im Anschluss: Daniel Hollegha im Gespräch (Maki-Forum), Ticket 8 € zzgl. Eintritt.
Tickets bald verfügbar
Katalog: Wolfgang Hollegha
Museum Reinhard Ernst, Neue Galerie Graz (Hrsg.),
Wienand Verlag, 2025
VK: 29,90 €
ISBN 978-3-86832-844-8
In unserem Online-Shop jetzt und im Museumsshop erhältlich.

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