{"id":10028,"date":"2022-04-11T13:04:00","date_gmt":"2022-04-11T11:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.museum-re.de\/?p=10028"},"modified":"2024-05-16T13:05:13","modified_gmt":"2024-05-16T11:05:13","slug":"ein-kunstwerk-geht-auf-reisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/museum\/aktuelles\/ein-kunstwerk-geht-auf-reisen\/","title":{"rendered":"Ein Kunstwerk geht auf Reisen"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol      \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<p>\u201eIrgendwann reichen die heimischen W\u00e4nde f\u00fcr die eigenen Bilder nicht mehr. Dann realisiert man, dass man vom Kunstliebhaber zum Kunstsammler geworden ist,\u201c erz\u00e4hlt Reinhard Ernst und erg\u00e4nzt: \u201eMittlerweile sammle ich nur noch f\u00fcr das Museum und dadurch f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit.\u201c Da die \u00d6ffentlichkeit auf der ganzen Welt zu Hause ist, gehen auch immer wieder Werke aus der Sammlung Reinhard Ernst auf Reisen. So auch in dieser Woche, als Mariana-Ricarda Zell \u2013 Restauratorin des Museums Reinhard Ernst \u2013 vier Werke zum Transport in die Bundeskunsthalle nach Bonn und in die Kunsthalle nach Krems vorbereiten durfte.<\/p>\n<p>Transporte sind eines der Hauptrisiken f\u00fcr Kunstwerke und wohl auch die h\u00e4ufigste Ursache f\u00fcr Versicherungsf\u00e4lle. Daher kommen der Vorbereitung durch die Restauratorin und der Verpackung eine enorme Bedeutung zu. Die speziellen Transportkisten sind in der Herstellung sehr teuer. Sie m\u00fcssen entsprechend den Ma\u00dfen der einzelnen Werke angefertigt, ausgestattet und auch so konstruiert werden, dass sich kurzfristige, drastische Ver\u00e4nderungen des Umgebungsklimas ausgleichen lassen und sie keine Sch\u00e4den erzeugen. H\u00e4ufig sind diese Boxen f\u00fcr andere Arbeiten nicht nutzbar, verbleiben beim Museum und nehmen viel Lagerfl\u00e4che in Anspruch. Daher besteht auch die M\u00f6glichkeit, sogenannte Leih- oder Mietkisten zu verwenden. Viele Speditionen haben unterschiedliche Kistenformate und -gr\u00f6\u00dfen auf Vorrat, lediglich das Innenleben wird (beispielsweise mit Schaumstoff) den Proportionen der Werke angepasst. Ein ressourcenschonendes System, das bei allen vier unserer Leihgaben Anwendung findet.<\/p>\n<p>\u00dcber die Risikoabw\u00e4gung und Schutzvorkehrungen hinaus muss unsere Restauratorin als erstes vor allem den Zustand der Werke pr\u00fcfen und protokollieren. So kann sie feststellen, ob das Gem\u00e4lde stabil ist und unter Umst\u00e4nden Ma\u00dfnahmen erforderlich sind, z. B. die Festigung der Malschicht, damit sie sich im Transportverlauf nicht l\u00f6st. Durch das Protokoll sind Sch\u00e4den, die w\u00e4hrend des Transports oder bei der Ausstellung entstanden sind, genau nachzuvollziehen. Nat\u00fcrlich wird auch alles fotografisch dokumentiert.<\/p>\n<p>Die Leihstellung ist neben dem gesch\u00e4ftlichen Aspekt auch eine Vertrauenssache. Kennt man die empfangende Institution oder die handelnden Personen nicht, kann es auch mal sein, dass die Restauratorin das Werk begleitet. Auch beim \u00d6ffnen der Transportkiste und beim Aufh\u00e4ngen der Arbeit ist gr\u00f6\u00dfte Vorsicht geboten. Schrauben k\u00f6nnen sich gel\u00f6st, Innenpolsterungen k\u00f6nnen sich verschoben haben. Au\u00dferdem sind beim Auspacken oft viele Menschen anwesend, deshalb sind die Werke vor versehentlicher Ber\u00fchrung zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die einzigartige Sammlung Reinhard Ernst ist zwar international bekannt, bislang aber noch wenig pr\u00e4sentiert worden. Gerne beteiligt sich unser Museum durch das Verleihen von Arbeiten daran, K\u00fcnstler:innen und ihr Schaffen in einem neuen Kontext zu zeigen, Werke zusammenzuf\u00fchren und auch Besucher:innen anderer Museen f\u00fcr abstrakte Kunst zu begeistern.<\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"content-type":"","_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"categories":[23],"tags":[],"class_list":["post-10028","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kunst"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10028"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10029,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10028\/revisions\/10029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}