{"id":6379,"date":"2022-06-21T14:07:00","date_gmt":"2022-06-21T12:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.museum-re.de\/?p=6379"},"modified":"2023-12-22T14:12:00","modified_gmt":"2023-12-22T13:12:00","slug":"wiesbadener-gestaltet-eigene-schrift-fuer-das-mre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/museum\/aktuelles\/wiesbadener-gestaltet-eigene-schrift-fuer-das-mre\/","title":{"rendered":"\u201eWiesbadener\u201c gestaltet eigene Schrift f\u00fcr das mre"},"content":{"rendered":"<div class=\"ce ce-onecol    layout-8-centered  \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<p>Arial, Calibri oder Helvetica \u2013 wer kennt diese Schriftarten aus dem t\u00e4glichen Gebrauch nicht? Sie eignen sich f\u00fcr Texte, Briefe und E-Mails. Was aber, wenn man eine spezielle Schrift f\u00fcr ein Kunsthaus ben\u00f6tigt? Wenn man Zeichen und Buchstaben braucht, die die Leserschaft angenehm findet, Aufmerksamkeit wecken und gleichzeitig die unverwechselbare Markenkommunikation f\u00f6rdern?<\/p>\n<p>Fabian Dornecker stammt aus dem Rhein-Main-Gebiet, hat in Wiesbaden Kommunikationsdesign studiert und seine Bachelor-Arbeit \u00fcber Typedesign geschrieben. Im Hauptberuf arbeitet Dornecker in einer Kommunikationsagentur. Daneben ist er selbstst\u00e4ndiger Schriftdesigner mit seinem Leipziger Unternehmen \u201eLa Bolde Vita\u201c. Oft wird er f\u00fcr einzelne Kampagnen oder konkrete typografische W\u00fcnsche angefragt. Beim Museum Reinhard Ernst galt es \u00fcber eintausend Zeichen zu entwickeln. Hinzu kommen Piktogramme f\u00fcr das Leitsystem des Museums, die ebenfalls in den Font eingebettet werden. Die Wiesbadener Designagentur Q, die das Museum Reinhard Ernst betreut, schlug die Schrift \u201eResidenz Grotesk\u201c von Fabian Dornecker vor \u2013 und begeisterte das mre-Team mit dieser Wahl. Allerdings musste die Ausgangsschrift f\u00fcr die besonderen Anforderungen noch umfangreich \u00fcberarbeitet werden. So entstand die \u201emre Grotesk\u201c, eine eigene Schrift f\u00fcr unser Museum. Im Telefoninterview gibt uns der Gestalter einige Informationen:<\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n\n\n<div class=\"ce ce-onecol    layout-8-centered  \">\n\t<div class=\"container\">\n\t\t<div class=\"row\">\n\t\t\t<div class=\"col\">\n\t\t\t\t<p><strong>Was macht die Schrift f\u00fcr das Museum Reinhard Ernst einzigartig?<\/strong><\/p>\n<p>Die mre Grotesk orientiert sich an zeitgem\u00e4\u00dfen Auftritten moderner Kunstmuseen. Die klare und unaufdringliche Formensprache gibt der Kunst gen\u00fcgend Raum zum Wirken. Gleichzeitig hebt sie sich durch Details von allzuoft gesehenen Klassikern ab und bietet mit vielen alternativen Buchstaben die M\u00f6glichkeit f\u00fcr punktuellen Ausbruch in der Gestaltung.<\/p>\n<figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6382\" src=\"https:\/\/www.museum-re.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/15001000_mreGrotesk.png\" alt=\"\" width=\"1500\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/www.museum-re.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/15001000_mreGrotesk.png 1500w, https:\/\/www.museum-re.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/15001000_mreGrotesk-800x533.png 800w, https:\/\/www.museum-re.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/15001000_mreGrotesk-1024x683.png 1024w, https:\/\/www.museum-re.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/15001000_mreGrotesk-768x512.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/figure>\n<p><strong>Wie lange haben Sie an der mre Schrift gearbeitet?<\/strong><\/p>\n<p>An der mre Grotesk habe ich etwa anderthalb Jahre gesessen \u2013 mal mehr, mal weniger intensiv. Da die Schrift ohne Serifen oder dekorative Elemente auskommt, ist das Ausbalancieren von Kurven und Proportionen f\u00fcr ein harmonisches Gesamtbild umso wichtiger. Es konnte also schon einmal vorkommen, dass ich einen halben Tag nur f\u00fcr eine Kurve eines einzelnen Buchstabens oder Zeichens verwendet habe.<\/p>\n<p><strong>Was muss man bei Erfindung von Schriften generell ber\u00fccksichtigen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Anwendungsgebiete sind sehr wichtig.\u00a0Wenn eine Schrift sowohl im gro\u00dfen Displayeinsatz \u2013 wie f\u00fcr Poster, Ausstellungen, Au\u00dfenwerbung \u2013 als auch im kleinen Texteinsatz \u2013 f\u00fcr kurze Flie\u00dftexte, Screenreader und Mobiltelefone \u2013 verwendet werden soll, muss man spezielle Schnitte genau f\u00fcr diese Zwecke optimieren sowie Formen und Abst\u00e4nde anpassen.<\/p>\n<p><strong>Was fasziniert Sie an der Schriften-Entwicklung?<\/strong><\/p>\n<p>Ich finde es spannend, wie man der Kommunikation dadurch noch einmal eine neue Ebene geben kann. Schrift ist ein Instrument f\u00fcr die Kundenansprache. Durch die Detailarbeit, die perfekte Form und Aussage einer Schrift kann ich Gef\u00fchle ausl\u00f6sen. Dicke, gerade Buchstaben wecken andere Emotionen als kursiv geschwungene. In der Agentur wird die ausgew\u00e4hlte Schrift dann mit Inhalten gef\u00fcllt und damit erneut eine Wirkung bei der Leserschaft ausgel\u00f6st. Die Schrift erg\u00e4nzt und perfektioniert die Arbeit der Gestaltungsagentur.<\/p>\n<p><strong>Durch die Kalligraphie und die vielen Zeichen in der asiatischen Sprache w\u00fcrde man denken, dass viele Schriftdesigner aus der fern\u00f6stlichen Gegend kommen. Warum ist dem aber nicht so?<\/strong><\/p>\n<p>Da die asiatischen Sprachen so unglaublich viele Zeichen haben, ist es einer Einzelperson fast nicht m\u00f6glich, eine komplette Schriftreihe zu entwickeln. Daher findet man diesen Beruf eher in Europa oder Amerika. Der moderne Buchdruck kam ja auch aus dem Westen nach Asien.<\/p>\n<p><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/strong><\/p>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":8,"featured_media":6380,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"content-type":"","_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"272,1243,6349,256,265,6297","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6379","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemeines"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6379","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6379"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6379\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6387,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6379\/revisions\/6387"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6380"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6379"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6379"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.museum-re.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6379"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}