In The Big One türmen sich mehrfarbige, matte Stahlteile und glänzende chromierte Elemente zu einer über zwei Meter hohen Skulptur mit großer physischer Präsenz auf. Die harten, ungleichmäßigen und rohen Einzelteile aus Autoschrott hat Chamberlain zerkleinert, verformt, gedreht, geschweißt, zusammengepresst und so zu einer Skulptur verdichtet. Im reichen Spiel von Form und Farbe sind Kontraste innerhalb des Werks von großer Bedeutung: Dunkelheit und Licht, mattes gegen glänzendes Silber, Metall gegen Farbe. Geschwungene Farbformen verschmelzen mit Regenbogenstreifen und gestischen Farbaufträgen wie Farbspritzern und Pinselstrichen. Chamberlain schuf damit eine skulpturale Interpretation der Ästhetik von Farbe, Geste und Energie der Malerei des Abstrakten Expressionismus.

John Chamberlain (1927–2011)

The Big One, 1992

Aktuell Ausgestellt: Ja (2. OG)

Material: Stahl, bemalt und chromiert
Größe: 210,8 x 121,9 x 94 cm
Inv-Nr.: B_431
Bildrechte: VG Bild-Kunst, Bonn

Schlagworte:

Provenienz

Vorbesitz: Künstlerbesitz; Privatsammlung; Pace Gallery, New York; The Suzanne Geiss Company, New York
Ankauf: Sammlung Reinhard Ernst, Christie’s, New York, 2018

Ausstellungsliste

Einzelausstellungen:
2005
„John Chamberlain; Without Fear“, Waddington Galleries, London, Vereinigtes Königreich
2001
“John Chamberlain: Sculpture”, Waddington Galleries, London, Vereinigtes Königreich
2000
„John Chamberlain: recent sculpture“, Pace Gallery, New York, USA
1999
„John Chamberlain: Painted Steel Sculpture“, Lever House, New York, USA
Gruppenausstellung:
2001
„Chamberlain and Ed Moses“, L. A. Louver, Venedig, Italien

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In The Big One türmen sich mehrfarbige, matte Stahlteile und glänzende chromierte Elemente einer über zwei Meter hohen Skulptur mit großer physischer Präsenz auf. Die harten, ungleichmäßigen und rohen Einzelteile aus Autoschrott hat Chamberlain zerkleinert, verformt, gedreht, geschweißt, zusammengepresst und so zu einer Skulptur verdichtet. Die Materialien seiner Werke stammen aus Industriestahl, aus lackierten, verchromten und rostfreien Metallformen, die das ikonische Bild des amerikanischen Automobils im 20. Jahrhundert prägten. Im reichen Spiel von Form und Farbe sind Kontraste innerhalb des Werks von großer Bedeutung: Dunkelheit und Licht, mattes gegen glänzendes Silber, Metall gegen Farbe.

Geschwungene Farbformen verschmelzen mit Regenbogenstreifen und gestischen Farbaufträgen wie Farbspritzern und Pinselstrichen. Chamberlain schuf damit eine skulpturale Interpretation der Ästhetik von Farbe, Geste und Energie der Malerei des Abstrakten Expressionismus. Damit befeuerte und verbreitete er den Einsatz von Farbe in der Bildhauerei, der zuvor den Maler:innen seiner Generation vorbehalten war. Chamberlains Verwendung von Fundstücken und ausrangierten Gegenständen ist mit der Collage von Zeitungsausschnitten etwa bei Willem de Kooning vergleichbar und bejaht die „Bildfähigkeit“ der amerikanischen Kultur und Alltagswelt. Zugleich sind die Arbeiten auch eine praktische Antwort auf die Mittellosigkeit der Künstler:innen. Damit vereint Chamberlain in seiner künstlerischen Arbeit Elemente der Pop Art, des Abstrakten Expressionismus und des Minimalismus.