Unter ihrem Street-Art-Namen MadC gehört Claudia Walde (geboren 1980) zu den weltweit anerkanntesten Graffiti-Künstlerinnen. Auch wenn sie in ihren Gemälden auf Glas die Farbe hauptsächlich mit dem Pinsel aufträgt, erinnern die Transparenz und die absichtsvollen Laufspuren immer auch an den durchscheinenden Farbnebel der Sprühdose. Dank MadC bieten im mre sogar die Funktionsräume Kunstgenuss. Die Planung der Sanitärbereiche im Untergeschoss wurde speziell auf die hinterleuchteten Glasgemälde Wandering Thoughts ausgerichtet.

Mad C

Wandering Thoughts, 2020

Aktuell Ausgestellt: Ja (UG)

Material: Acryl und Sprühfarbe auf Leinwand
Größe: 120,6 x 140,2 x 4,3 cm
Inv-Nr.: B_524

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Der Stadtraum inspiriert auch MadC zu ihrer Kunst. Mit Sprühdose und Hubsteiger verwandelt sie Brückenteile, Mauern, mehrstöckige Hausfassaden in Gemälde.
Unter ihrem Street Art-Namen MadC gehört Claudia Walde (geboren 1980) zu den anerkanntesten Graffiti-Künstlerinnen weltweit. Auch die fünf Arbeiten im mre zeigen ihre reiche Erfahrung auf diesem Feld. Die starke Leuchtkraft ihrer zum Teil monumentalen Wandmalereien verdichtet die Künstlerin in ihren Leinwandgemälden. Auch wenn sie dabei hauptsächlich mit dem Pinsel arbeitet, erinnern der transparente Auftrag der Acrylfarbe und die gelegentlichen, absichtsvollen Laufspuren immer auch an den durchscheinenden Farbnebel und den Einsatz der Sprühdose. Für Wandering Thoughts überträgt Walde ihre Gemälde anschließend in Glas. Dabei bewältigt sie die große künstlerische Herausforderung, die eigene sorgfältige und ineinandergreifende Bildkomposition zunächst wieder in ihre Einzelteile zu zerlegen. Dann werden zahlreiche einzelne Glastafeln gefertigt, die sie zugeschnitten neben- und übereinanderschichtet, bis die gewünschte Bildtiefe, Transparenz und farbige Leuchtkraft erzielt sind. Wie Katharina Grosse und Karl-Martin Hartmann hat auch Walde dafür eng mit den Derix Glasstudios in Taunusstein zusammengearbeitet. Dort fand sie glasmalerische Meisterschaft und das für die Umsetzung notwendige künstlerische Einfühlungsvermögen. Dank des wertschätzenden Miteinanders von Künstlerin und Glasexpert:innen halten im mre sogar die Funktionsräume Kunstgenuss bereit. Im Untergeschoss befinden sich die Sanitärbereiche. Claudia Waldes Farbe, Transparenz und Licht schaffen auch für diese besonderen Örtlichkeiten eine einzigartige künstlerische Atmosphäre.